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Sonntag, 27. August 2017

Marlenehose


 
Ich hatte mir im Frühsommer eine Marlenehose  genäht, ich stell sie nun noch kurz vor:
Den Schnitt aus Burda 125-082012 hab ich  Schon einmal in Spätsommerleuchten verwendet 


Auch für meinen Leinen/Baumwollrest war er bestens geeignet .
Leichte Sommerhosen hatte ich gar nicht, diesen Sommer hat sie mir gute Dienste erwiesen.
Ein tolles Material, leicht, nicht durchsichtig und nicht so knittrig wie reines Leinen.
Ich hab sie nur etwas enger an den Beinsäumen genäht, und keine Länge angestückelt.
Mit meinen üblichen Änderungen, wie Sitzöhe und Taillenrundung anpassen ist sie schnell genäht.
Die fransige Jacke passt nun wunderbar dazu.

Bald wird aber die Herbst überlegt...

Herzliche Grüße
Bettina












Flatterjacke mit kurzem Röckchen




Alles fing mit einer Jacke im Schaufenster an.
Eine kurze Kastenjacke ohne Kragen und ohne Verschluss.

Der locker verwebte Stoff fiel einfach vorne offen herunter.
Nach einiger Recherche nach dem richtigen Schnitt entschied ich mich für einen leicht taillierte Form, ein zweiteiliges Vorderteil und gerade, einteilige Ärmel. Ich nahm eine Nummer größer, als sonst, ich wollte die Jacke recht lässig und nicht zu eng, weil ja der Stoff keine Dehnung zulässt, er würde sich nur verziehen. Den Übertritt der Vorderteile und den Saum begradigte ich, den Kragen ließ ich weg,

 
Der Stoff ist extrem fransig, er besteht praktisch aus locker verwebten Bändern, er ist weder zu kennzeichnen noch zu versäubern. Ich habe die Konturen der Schittteile  mit einem Heftfaden nachgenäht und geschlupferlt, und dabei höllisch darauf geachtet den Stoff nicht zu verziehen , denn das ging ganz leicht.

Den Saum und die Ärmelkanten schlug ich mit einem Paspelstreifen um, an der vorderen Mitte und am Halsausschnitt ließ ich die Kanten offen , damit sie schön fransig wird.
2 cm von der Kante weg hab ich zur Fixierung zwei eng beieinander liegende Nähte gemacht.
Damit es innen auch hübsch und vor Allem sauber aussieht, sind alle Nahtzugaben mit Paspeln versehen. Eine Rückenpasse aus dem Baumwollstoff mußte ich einnähen, da ich sonst die Schulterpartie sicher nicht stabil halten hätte können. Die Schulternähte sind zusätzlich noch abgesteppt.





Ein leichter Baumwollstretch meiner Nähfreundin Britta hat sich perfekt für Paspeln geeignet und da von hab ich auch eine Menge hergestellt. Die einzige Bügelpaspelhilfe, welche ich besitze ergibt eine 7mm breite Paspel.
So, und wie schließe ich die Jacke?
Knöpfe und Knopflöcher sind unmöglich, der Stoff zu locker, und wenn dann müßte ich sie paspellieren. Das wär mit nicht zuviel Arbeit, aber zu dick geworden, ich wollte die Jacke doch leicht und lässig. Damit aber die Vorderteile schön auseinander fallen, sollte in der Taille zumindest eine Befestigung sein.

Ich entschied mich innen für eine Gummischlaufe ( Haargummi, die Idee hab ich vom " Threads" Magazin)  und einen kleinen Knopf dazu. Der äußere Teil war leichter in der Lösungsfindung, da sollten Bänder aus dem Reststoff gezogen , zu einem Zopf geflochten und angenäht werden.



Auf der Innenseite hab ich ein kleines Bändchen gegengenäht damit der Zopf möglichst unsichtbar bleibt und auch besser hält.
 Und weil ich noch etwas Stoff übrig hatte, dachte ich: Noch ein kleines Röckchen dazu?
Es ging sich ein gerader kurzer  Rock aus, doch das war mir zu langweilig. Ich nahm den Schnitt meines Modalröckchens (ein leicht ausgestellter Rock) und hoffte, die Länge geht sich aus, da er schräg zugeschnitten  wird.
Weil der Stoff ja so locker war, mußte ich eine feste Passe einnähen. Mit Hilfe eines  Couturebundes  Wird die Passe stabilisiert und der schräge Fadenlauf kann lose fallen. Auf die Naht ist noch zusätzlich  ein Kantenvliselineband  aufgebügelt.



Der Nahtreißverschluss ist noch mit einer Schlaufe und einm Knöpfchen abgesichert.


Ja , aber dann, nachdem der Rock 2 Tage auf meiner Puppe abgehängt war, verschob sich der Saum um gute 2 cm. Die mußte ich begradigen, zwei cm von der Kante doppelt absteppen, um die Fransen zu fixieren, und heraus kam ein sehr  kurzes Röckchen.





Das nunmehrige Kostüm  trägt sich wunderbar und die spätsommerlichen Temperaturen sind dafür ideal. 





Herzliche Grüße Bettina










Freitag, 28. Juli 2017

Gitternetzkleid


Heut zeig ich euch das einzig gelungene Kleid dieser Saison.
Manchmal ist man nicht mit voller Konzenration dabei und ich hatte eideutig zu viel um die Ohren. Doch eines gelang:


Aus meinem reichen Stofffundus wählte ich einen schönen Baumwollsatin für ein Sommerkleid.
Leuchtende Blumenranken mit einer beidseitigen Bordürenkante.
Ich wollte diesmal ein sehr bequemes Kleid, luftig aber ohne viel Ausschnitt und ich fand dieses:
110-042017, Minikleid mit Colliereinsatz.Tut mir leid, aber der Schnitt ist online nicht zu finden, ich denke sie haben darauf vergessen.
Hier könnt ihr ihn aber sehen:





Es gibt sogar einen Bildernähkurs zu diesem Kleid!
Ich habe eigentlich nur den Abnäher angepssst, Länge zugegeben und statt Haken zwei Drucker angenäht. Auch gefüttert hab ich es mit Reststoffen (feiner Batist) von anderen Kleidern, es trägt sich einfach viel besser. Nur Länge hab ich weing zugegeben, hätt aber nicht sein müssen.





Das Gitternetz sieht komplizierter aus als es ist, das Massband muß jedoch immer griffbereit liegen.





Und dieses hab ich auch in den Urlaub mitgenommen, und Freude damit gehabt.





Aber auch wenn die anderen Kleider dieses Jahr nicht so gelungen waren, ich trage auch die "alten "
gerne, wie mein Ciffonkleid
aus den Jahr 2013.




oder das Batistkleid aus dem Jahr 2014


Die schon lange angekündigte Marlenhose kommt dann gegen Ende des Sommers.
Herzliche Grüße
Bettina


Streifenjerseykleid, auch nicht ideal


Ich hatte diesen Schnitt schon einmal mit einem Webstoff genäht und da war er wunderbar.
Beim Kleid mit Hindernissen 2015.
Der Schnitt ist einfach, leichter Wasserfall mit enger werdenem Rockteil.
Hier habe ich auf das Futter und die Taschen verzichtet, denn Seitentaschen bei Jersey hängen sich so schnell aus, und Futter, dachte ich ist auch nicht nötig.
Burda 116/082011
Zuerst machten die Streifen Schwierigkeiten, sie verrutschten bei:
 nur mit Stecknadeln

 +1 x heften


 2 x heften


 da siehts dann so aus

mit viel auftrennen und wiederholen gelang es dann so einigermaßen

 
Wer die Lösung für makellose Streifen weiß , ( außer alles mit der Hand nähen , was ja bei Jersey nicht so eine gute Idee ist) bitte schreibt mir.
 Nun, trotzdem fällt das Kleid nicht so gut. Der Bauch ist umspielt, beim Webstoff wirkt das gut, vielleicht ists auch das Muster.





 doch beim Jersey.... seht selbst.




Tragbar ist es aber sehr gut, so ein richtiges Kleid für alle Fälle, zu Hause, schnell einkaufen gehn, auch im Urlaub wärs ganz gut, aber eben nicht ideal.( Ich habs nicht mitgenommen!)


Dieses Jahr wollen meine Kleider nicht so richtig.
Wartets ab, das letzte hab ich dann doch mitgenommen.
Herzliche Grüße
Bettina