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Freitag, 28. September 2018

Rote Culotte


French Chic für den Herbst...


Mein Mann hat mir immer wieder vorgeschlagen mir doch eine Culotte zu nähen, das würden mir gut passen und es sieht hübsch aus, die weiten wehenden Hosenbeine und die schlankeln Fesseln wären ein schöner Kontrast. Dazu sei gesagt, dass er mir sonst keine Modevorschläge macht, oder jedenfalls nie so direkt einen Schnitt betreffen.
Nun, mein wunderbarer roter Wollstoff von Anita Pavani wartete schon seit letzten Herbst auf seine Bestimmung. Ich habe mir den Burdaschnitt : 104-02017   ausgesucht, ein Schnitt mit erhöhter Taille,  Bundfalten und einem Stoffgürtel mit Schlaufen. 


Da der Wollstof recht dünn war und ich die Hose nicht für die wärmeren Monate haben wollte, beschloss ich eine Doublierung mit einer dünnen Viskose. Sie wird weicher fallen und etwas wärmer sein.




Die beiden Lagen werden wie eine verarbeitet, vorher jedoch mit Heftstichen zusammengenäht.
Für die erhöhte Taille nahm ich mir die Beschreibung von Clarie Shaeffer zu Hilfe, wo sie die Verstärkung mit Rosshaar und Fischbein beschreibt, damit sich der Bund nicht einrollt.


Zuerst wird eine Roßhaareinlage in der Größe der Bundteile zugeschnitten, einer Lage Organza  darübergelegt und in feinen Streifen auch mit dem Stoffbund zusammengesteppt.


 Genau an den Stellen der Hosenabnäher nach oben verlaufend wird dann noch ein schmaler Streifen doppelt gelegten Organzas über die Nahtzugabe gesteppt, die obere Kante läßt man offen um die Fischbeinstreifen durchzustecken.


 Anschließend verarbeitet man die Hose wie gewohnt weiter.








Der Herbst ist  ja doch noch gekommen und dann bin ich gerüstet,
Herzliche Grüße
Bettina

Freitag, 13. September 2013

Rock mit Couturebund und Hong Kongeinfassung die Zweite





 Die Hong Kongeinfassung habe   ich schon hier in meinem Blog beschrieben, ich habe sie bei diesem Stoff benutzt, weil diese Seidenleinenmischung doch sehr franst und ich befürchte, dass sich der Stoff ausdehnt beim Sitzen . Mit dieser Einfassung kann das einfach nicht sein, ausserdem fällt er wesentlich besser,                                                                                                                                      
 

 Diese Aussparung am Saum ist absichtlich, damit die Stofflagen nicht zu dick werden beim Umschlagen

  
Der Rückenteil mit Reißverschluß und Einfassungen,

Der vorbereitete Bund mit Chanel Steppnähten, (Chanel stitching)


 Der zur Festigkeit abgesteppte Rock (stay stitch)

und der aufgesetzte Bund


 am Saum wird noch eingeschnitten damit er nicht so dick wird.





Vom Tragen sind schon Falten entstanden, auch der Einschlag für die Falte ist etwas groß geraten.


Und das ist dann die Kombination von  BluseJacke und Rock


Donnerstag, 1. November 2012

Projekt 1


So nun kann es losgehen!


Beginnen will ich mit diesem Rock aus einem wunderbaren Schurwollmix. Der Stoffrest geht sich gerade für einen schmalen Rock aus damit er nicht ganz so klassisch als Bleistift daherkommt, habe ich mich entschlossen eine einseitiger Falte, nur mit Haken und Druckknopfverschluss zu machen. Ich habe diesen Schnitt schon einmal verwendet,
 er ist flott zu nähen und sieht auch so aus. (burdastyle.de/community/mein-profil/atelier/meine-kreation-oeffentliche-ansicht/?pkgComObjectId=13eb989b-7157-2dad-b32a-c7f0f913996b. Dieser ist aus einem Stretchstoff ohne Futter in drei Stunden zu nähen , also wirklich flott) 
Damit der Stoff glatt anliegt und jeden Schritt mitmacht aber nicht aufträgt und vor allem bei dem fransendem Stoff eine schöne Stoffkante entsteht, habe ich mich für 
die Hong Kong Einfassung  und einen  Couturebund entschieden.

Bei der Hong Kongnaht wird das Futter mit dem Oberstoff  rechts auf rechts in Einzelteilen zusammengenäht, wobei die Futterseite um die Breite der Einfassung (ca. 5mm) größer zugeschnitten wird. 
Nach dem Wenden sieht das dann so aus:







 Die Stoffkanten sind schön eingefasst, auch die Falten werden mit beiden Stofflagen genäht.
Änderungen in der Passform sind einfach, Futter und Stoff sind ja gemeinsam gefasst.




 

Am Saum habe ich ein Schrägband aus Futterstoff genäht und eingeschlagen und  mit der Hand gesäumt. Ob das die richtige Methode war bin ich mir nicht sicher, es ging gut aber sicher gibt es etwas besseres. 








Couturebund

Um den Bund möglicht flach und formstabil zu halten, wird der Bund  mit Organza (aus Polyester diesmal, nicht aus Seide) und Rosshaar unterlegt. Das Rosshaar wird  schlangenlinienförmig, Fußbreit versetzt auf die Organzaverstärkung gesteppt.







Diese Verstärkung nun  auf den Bund stecken und rundum das Rosshaar steppen.











                                                                                                                                                                
Den verstärkten Bund rechts auf rechts auf die Rockteile steppen.


Ein passendes Ripsband von rechts knapp an die offene Bundkante festnähen.









 















Das Ripsband muß dann nur noch umgeschlagen werden und von Hand oder je nach Design auch mit der Maschine festgenäht werden.
Durchsichtige Druckknöpfe hatte ich vorrätig, ebenso einen Hakenverschluss.
Keine Hexerei aber eine tolle Tagewirkung, alles ist weich, trotzdem fest und fällt wunderbar. Man spürt es bei jedem Schritt, das reinste Vergnügen. 
Es gibt ein tolles Buch übers Couturenähen: The dressmakers handbook of COUTURE sewing techniques von Lynda Maynard; Interweave Press 2010.