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Sonntag, 19. April 2020

Frühlingsblüten

So, dieses Blütenmeer musste doch noch im Frühling fertig werden, da ist es:


Der Schnitt ist aus einer Burda Style aus dem Jahr 2009 ( #117B, Mai) also schon etwas älter.
Doch die eingelegten Falten, der Schlitz an den Seitennähten und die angeschnittenen Ärmel sind zeitlos und garantieren einen guten Sitz.
Von meiner Nähfreundin Silvia wieder einmal passend beschenkt, sind  diese Farbkombination das Richtige für mich, das war sofort klar.
Beim Zuschneiden versuchte ich die Blumen schön zu arrangieren, die dunklen Stellen zueinander, und die schönsten Blüten vorne zur Geltung zu bringen.
Jedes Teil wurde extra von der Vorderseite aufgelegt und mit Heftstichen „gezeichnet“.



Ein wenig am Ausschnitt musste ich Länge wegnehmen, damit er nicht Wellen schlägt, sonst habe ich nichts geändert.
Futter ist im Schnitt nicht vorgesehen, doch diese schön fallende Wollmischung wollte ich nicht ungefüttert lassen. Reste von passenden Futter hatte ich zu Hause.








Hier die noch unfertige Kombination mit dem Frühlingsmantel.


Etwas sportlicher beim Spaziergang im leeren Stadtzentrum.
Zum zweiten Fotoshooting war es aber schon fast sommerlich.





Ich möchte noch einen Gürtel dazu nähen, mir schien eine Taillenakzentuierung noch zu fehlen.
Einstweilen nehme ich eine vorhandenen dünnen roten Lackgürtel.




Wir müssen ja in Coronazeiten nicht in Sack und Asche gehen, ich genieße gerade jetzt die feinen Stoffe und Stücke ganz besonders.
Mein nächstes Projekt ist schon in Arbeit, natürlich auch aus dem unerschöpflichen Fundus meiner Stoffsammlung. Ein Sommerjäcken.
Auch mein Sohn wird begehrlich, wir haben schon einen Kollektion für ihn zusammengestellt und das Hemd ist auch bereits in Arbeit......
Bleibt gesund und freut euch wie ich über die schönen Dinge.
Herzlichst
Bettina










Montag, 9. September 2019

Kornblumenkleid



Ich bin ja nicht so ein Fan von weiten Röcken und ausgestellten Kleidern, doch mein Mann schon. Also hab ich mir einen Schnitt ausgesucht, der sonst nicht meine erste Wahl wäre.
Einen knallblauen Wolltrevira als Restpaket war da und los gings.
Diese Art Stoff war lange Zeit sehr beliebt, er ist scheinbar etwas aus der Mode gekommen, jedoch in der Berufsbekleidung nicht wegzudenken.
Trevira Klassik, die Hightech Faser kann mit vielen natürlichen Fasern gemischt werden, ist hautsymphatisch, formstabil und extrem widerstandsfähig.
Auch in der modernen Kabelentwicklung sind vielversprechende Forschungen im Gange, in welchen die mit Nanopartikeln funktionalisierte Polyesterfasern Metalldrähte ersetzten sollen.
Das war jetzt keine Werbung für Treviastoffe, aber ich musste einmal nachsehen was genau ich da gekauft hatte.
Der Schnitt ist von  Burda 111-102018






So ganz ohne Pepp gehts aber nicht.
Rote Blenden am Ausschnitt und den Ärmeln und ein doppeltes Ripsband auf der Taille geben schon was her. Ich hatte ein Passendes im Lager, doch weil zu schmal, hab ich 2 nebeneinander mit der Hand aufgenäht.











Es sieht und trägt sich fast wie ein Dirndl..
oder etwas sportlicher:


Ich habe auch Nahttaschen angefügt, da so ein weiter Rock einfach Taschen braucht, und auch ein Futter am Oberteil aus einem feinen BW Batist musste dabei sein.
Das Oberteil ist mit einem blauen BW Batist gefüttert und die Blende mit braunem BW Batist unterlegt. Die Zip Nähtechnik hab ich wieder  nach der Methode von
Threads  wie schon beim Wollmusselin Kleid  genäht und den Abschluss mit Haken und Ösen versehen.





Noch ein Foto mit passender Jacke, so edel gehts natürlich auch.



 Herzlichst 
Bettina












Sonntag, 28. April 2019

Frühlingskleid aus Wollmousselin



Schon wieder habe ich einen wunderbaren Stoff verarbeitet, den ich geschenkt bekommen habe. Eine liebe Nähfreundin, Visagistin und Farbberaterin hatte mit diesen herrlichen Wollmousselin  an mich gedacht. Vielleicht hätte ich nie zu diesem Muster gegriffen, doch ich verliebste mich sofort.

Samstag, 18. August 2018

Schirmchenkleid




Noch ein hübscher Stoff, diesmal ein Baumwollsatin, musste sofort verarbeitet werden.
Der Schnitt von Burda: 123-082015 ist ein klassisches Kleidchen mit erhöhter Taille und  Brustabnähen.


Der  Rockteil hat vorne 2 verschieden große offene Falten seitlich, im Rückenteil gibt es am Ober- und Unterteil je 2  Abnäher. Der Rock ist leicht ausgestellt.
Um die Passform noch zu verbessern habe ich wie immer, die Bustabnäher 2 cm weiter nach unten verlegt und vergrößert. Zusätzlich fügte ich Abnäher unterhalb der Brust ein. Der rückwertige Ausschnitt war zu weit, dort ist er beim Zip nach unten verlaufend verengt worden. Seitentaschen habe ich auch noch eingefügt. Sonst gab es keine Änderungen, denn die Schulternähte, die für mich immer zu gerade ausfallen, haben die richtige Neigung gehabt.





Für die  Blende verwendete ich einen Rest schwarzen BW Satins, in etwa der gleichen Stärke wie der Schirmchenstoff. Nachdem ich das Füttern erst im Laufe der Arbeit entschieden hatte, konnte ich die Blende nicht so schön mit dem Futter verstürzen.



In der Anleitung ist ein Futter nicht vorgesehen, daher eine  außen auf die Vorderteile an genähte Blende beschrieben, die am Ausschnitt mit den Vorderteilen verstürzt ist. Ich finde man sollte zumindest ein halbes VT Futter anfertigen, denn dann sieht der Ausschnitt besser aus.


Den Saum versah ich innen auch mit einer Blende, das sieht man, wenn der Rock aufspringt und verstärkt den Saum.



Ich musste das Kleid auch deßhalb füttern, wie das Marienkäferkleid, weil ich das einfach viel angenehmer finde mit einem dünnen Baumwollvoile.


In meinem Fundus fand ich ein schwarz - weißes, breites  Ripsband, es schien genau darauf gewartet zu haben hier seine Bestimmung zu finden, denn auch die Länge passte.



Das nächste Projekt wird sicher schon ein Herbstmodel werden, ich sitze am Gustieren von Stoffen und Schnitten....
Herzliche Grüße
Bettina