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Freitag, 13. September 2013

Das ist keine normale Chanel Jacke!

Mein Sommerboucle' sollte zu einer Jacke mit Fransen verarbeitet werde, das war klar.
Aber eine feste Jacke im originalen Chanelstil wollte ich nicht. Alles ein bisschen lässiger, leichter und sommerlicher hab ich mir vorgestellt. In  Lisa Pippus Blog,
 übrigens sehr zu empfehlen für Stylistische Inspirationen   bin ich fündig geworden, so sollte sie sein:


der wär auch ganz nett gewesen:


oder auch so:




uns so ist sie geworden:






Der Burdaschnitt  102-032013 war schnell gefunden, aber wo  schneide ich die Jacke durch? Ich hab sie ein bisschen kürzer wollen, wie sehen die Proportionen noch gut aus?   
Gut,  das Zuschneiden ging, dann aber keine Schneiderkreide der Welt zeichnet Linien auf diesem Stoff. Wenn man genau die Nahtzugabe abmisst kann man sich an manchen Teilen die Arbeit des Schlupferlns sparen aber doch nicht überall, vor allem nicht die wichtigen Markierungspunkte.
Alles Zusammenheften, anpassen, ändern, nähen. Eine dünne Einlage ist im VT ,Kragen, rw. Besatz und an den Säumen, damit mir die Fransen nicht ausreißen. Eine zusätzliche Einlage zur Verstärkung oder für den besseren Fall habe ich nicht genommen um die Jacke nicht zu dick und steif werden zu lassen .

Auch das Nähen gestaltete sich etwas anders , weil ja die Fransenkanten sichtbar sein sollten.
Am Kragen zum Beispiel sieht das dann so aus:



Oder beim vorderen Abnäher ( ich hab den Schnitt auch wegen dieser Form gewählt) da wird die untere Linie für die Fransen offen genäht. Eine Kleine Paspeltasche ist sich aber leider nicht mehr ausgegangen. 

Das Futter ist ganz normal gemacht, die Ärmelkugel mit der Hand genäht genauso wie die Säume mit Bewegungseinschlag.

 Zur Fixierung habe ich eine Einlage an der Saumkante aufgebügelt, den Saum henäht und dann die Einlage knapp an der Kante zurückgeschnitten. So werden der Saum und die Kante halten.

Das Aufwändigste waren aber die Fransen. Mit einer kleinen Repassiernadel hab ich alle Kettfäden rausgezogen und wo schräge Nähte waren abgeschnitten,was bei den vielen Nähten recht lange gedauert hat. Beim Kragen und der vorderen Kante bleiben ja die Kettfäden stehen , das gibt aber im Gegensatz zu aufgenähten Fransen eine zusätzliche hübsche Farbvariante.

Knöpflöcher schienen mir zuerst zu gefährlich, weil ja so ein fransiger Stoff. Ich habe an Druckknöpfe, überzogene Drucker, oder auch Paspelknopflöcher gedacht aber nach einer Probe eines Augenknopflochs mit Einlauffaden doch wieder die unauffälligere Variante gewählt.
Ich glaube sie werden gut halten. 

 Und so sieht die  Jacke dann aus:

eines habe ich aber vergessen: die Streifenfransen vom Ärmel passen nicht zu den Fransen am Saum
das lässt sich nicht mehr korregieren, leider!






die Bluse ist schon in meinem "Burdaprojekt":http://www.burdastyle.de/community/mein-profil/atelier/meine-kreation-oeffentliche-ansicht/?pkgComObjectId=4896b733-9d99-c3c7-f9be-69d515cc3e8b  beschrieben, es geht aber gleich weiter mit dem passendem Rock in bewährter Couturemanier...........

 






Sonntag, 2. Juni 2013


 SEIDENCHIFFONKLEIDCHEN IM ZWANZIGERJAHRESTIL

Heute ist der erste Juni, das Kleidchen passt zum Datum, jedoch das Wetter eher zum April.
Umso besser, da kommt Vorfreude auf den Sommer auf ab morgen wirds ja heuer doch was damit werden .
Ich habe von  einer Modellschneiderei günstig Stoffreste bekommen, darunter war auch dieser Seidenchiffon. Rest ist gut, es waren 4m! Meine Scheu vor diesem feinen Stoff war gar nicht groß, ich hab eben noch nie damit gearbeitet.  Erst jetzt habe ich großen Respekt und werde mir genau überlegen was ich das nächste Mal mit einem Chiffon plane.
Das Titelmodel aus der Burda http://www.burdastyle.de/burda-style/damen/kleid-rueschen-kleider_pid_204_8432.html12-2012 hat mir mit diesem 20 iger Stil immer schon gut gefallen, ich habe ja auch viel Stoff zur Verfügung.

Eine Stofflage ist zu durchsichtig und hält das Oberteil nicht so, gut also nimm ich zwei Lagen und fasse einen Seidensatin zum Schrägband geschnitten dazwischen. Das gestaltet sich doch schwieriger als ich dachte: Es rutscht der Stoff schrecklich. Man könnte einen dünnen Batist oder Molino darunterlegen , ich habe ihn einfach auf die Tischplatte mit Tixo geklebt.

Ich glaube dafür sollte man sich einen Cutter anschaffen, die Schere wird immer unregelmäßig bleiben.
Zum Einfassen der Schulter- und Ausschnittkante muss die Stoffkante schön umgebügelt werde, am Besten geht das mit Stecknadeln aufs Bügelbrett fixieren.















Die Französische Naht an der Schulter wird mit Organga verstärkt, ich befürchte sie reißt sonst leichter.


Die zwei Lagen im Oberteil lassen sich mit der Drehung in der Schulter nicht einfach verstürzen, eine Schulter muss dafür offen bleiben, die wird dann leider mühsam im Nachhinein genäht. Mir ist jedenfalls nichts besseres eingefallen.




Die beiden Rockbahnen  habe ich nit der Hand gesäumt( sie werden weicher und fallen besser) und dann  zusammengeheftet

Zum Einhalten waren 2 Nähte nötig, die Länge der Oberteile  hab ich an einer Schneiderpuppe  abgeglichen und die Linie geheftet, sie verrutschen so schrecklich leicht.



 ur Verstärkung beim Gummizug ist wieder ein Organzastreifen zum Einsatz gekommen.






Z



Liebe Grüße bis zum nächsten Mal!
Eure Oinochoe

Freitag, 12. April 2013

Review Herbst /Winter 2011/12

So mein Beerenherst ist zu Ende.....

 Das sind alle meine Kreationen des letzten Jahres, 5 Stoffe habe ich vorletzten Dezember zusammen gekauft, das war der grauer Flanell, granatfarbiger Kaschmir, himbeerfarbener Wollflausch, taubenblaue Woll-Seidemischung und ein schilfgrüner Mantelvelours.
Nun, nachdem ich endlich die Wintersachen gegen Sommerkleider, zumindest im Kasten, tauschen konnte, habe  ich meine kleine Kollektion fotografiert . Die Farbzusammenstellung war schon beabsichtigt, ein paar Ausreißer passen aber auch irgendwie zusammen.




 Meine Farbinspirationen im Herbst und Winter:


     

und die Ahnung von Frühling




Ich laufe immer mit einem Paket von Probestückchen meiner Werke  herum, damit ich jederzeit bereit bin, passende neue Stoffe oder auch Kombistücke abzugleichen.
   

Noch einmal eine  kleine Auswahl, zwei davon habe ich schon in diesem Blog vorgestellt, die grauen Röcke als Basics sind so wie fast alle Stücke in der  Burdastyle zu sehen.








 Bis auf zwei  sind alle verarbeitet, das ist fast rekordverdächtig für mich.
Allerdings hat sich die Fertigstellung auch auf  2 Jahre ausgedehnt.






Bei den Sommerstücken ist die Farbabgleichung schwieriger, weil der Sommer stoffmäßig immer bunter und deutlich aus mehr Teilen, auch Einzelteilen besteht.
Leider wird sich meine Frühjahrskollektion zeitlich nicht mehr ausgehen, die Zeit war heuer knapp und die Verarbeitung wird auf unbestimmte Zeit verschoben.
Ich habe schon wieder neue Stoffgeschäfte im Netz entdeckt, da könnte ich immer und immer wieder stöbern. Mein bisheriger  Lieblingshop: "Naturstoffe von Anita Pavani":http://www.naturstoff.de/shop/Default.aspx? , er bietet nicht nur bio zertifizierte Designerstoffe sondern auch absolute
Qualitätware an. Da gibt es keine Enttäuschungen, und die Lieferungen sind rasend schnell.
Aber mein neuester Shop einer amerikanischen Seite ist wirklich hitverdächtig"Georgousfabrics":http://www.gorgeousfabrics.com/shop/index.php , freche, ungewöhnliche aber auch einfach Standardware von den letzten Saisonen, Designer inbegriffen. Alles nicht zu sehr natur aber dafür peppige Muster, Strickware und Stretch ist groß vertreten, Tolle Preise nicht zu vergessen.
Da wie ich wahrscheinlich alle Nähbegeisterte Stoffe lieben und immer nach schönen suchen, habe ich im Burdastyleforum eine Aufruf zur  Stofftauschparty in Wien geschickt, also wer mitmachen will schaut dort einfach hinein http://www.burdastyle.de/community/foren/themenuebersicht/Do-it-yourself-Treffpunkt. Ort und Zeitpunkt ist noch nicht fixiert.
Fröhliches Stoffeschwelgen!
Eure Oinochoe




Sonntag, 17. Februar 2013

JUWELENRÖCKCHEN:



Der Stoff ist ein wunderbar fliessender leicht fallender Wollmousseline. Ein bisschen nach Folklore sieht er aus auf dem schwarzen Grund. Ich wollte immer schon einmal einen schwingenden Rock machen, also war der perfekt. Nur zuwenig Stoff!! ein Supermini ist nichts mehr für mich. In meinem Stoffdepot hat sich ein schwarzer Wollcrepe gefunden der nicht zu dick ist und  fast durchsichtig.
Der ist ideal als Unterrock. Als Schnitt habe ich einen ganz einfachen Tellerrock gewählt: " Burda 104-042007. schon aus einer alten Ausgabe. Etwas weniger weit, damit sich der Stoff ausgeht.
Beim Bund habe ich das gemacht wie beim Post vom November 2012 http://beiioinochoe.blogspot.co.at/2012_11_01_archive.html also mit Rosshaar und Organza.


Den schwarzen Crepe habe ich auf der rechten Seite dann über die innere Bundnaht gelegt,

                       angesteppt und den Bund innen darauf mit der Hand genäht.


Kleine Schlaufen zum Aufhängen sind sehr praktisch, einfach schmale Streifchen nähen und am Bund innen feststeppen.


Die meiste Arbeit war aber der Saum, die Säume um genau zu sein.


Zuerst mit dem Rockabrunder genau markieren. Dann mit der Overlock endeln und säumen.
3mm vom Rand weg mit geradem Stich zum Einhalten eingestellt, nähen und etwas festziehen, eben nur ganz wenig, damit dann der Saum beim Umschlagen schön liegen bleibt, Fertigstellen mit Handstichen säumen.


Der Frühling hat schon eine Grundlage bekommen, die Schätze sind gehoben, liebe Grüße
Oinochoe