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Freitag, 7. März 2014

Töchterchen`s Ballkleid


Heuer war es soweit. Meine fast 17 jährige Tochter wünschte sich ein Ballkleid von mir für ihren Schulball. Beim letzten habe ich den Rock ausgetauscht und am Ausschnitt eine Paspel angebracht, aber heuer wollte sie ein langes kleid.
Sie ist ja sonst eher hippymäßig unterwegs, Kleider besitzt sie gar keine und Röcke auch nicht, aber es sollte eben auch ein Überraschungsmoment dabei sein.
ich hab mir Bilder von Ballkleidern heruntergeladen und bei Burda die Schnitte die ich passend fand ebenso.
Diese Fotogallerie hat sie aber überhaupt nicht interessiert.




















 
  ein bisschen                                                                                          gezeichnet;

  


 ja Mama, so irgendwie....
Nach diesem eher unklaren Auftrag bin ich Stoff kaufen gegangen,

Ein feiner Baumwollstoff mit einer glänzenden Seite dachte ich als Unterkleid, Bustier und weiter Rock, nach dieser vagen Vorgabe, darüber einen BW Seidenbatist mt Farbverlauf von Elfenbein nach schokobraun der ihr auch gut gefallen hat.

So in etwa das Unterkleid mit Bustier ( auf meiner Puppe, Töchterlein ist schon schmäler)



 Das papieren Bustier
 und die Drapierung einmal nur mit Band zusammengehalten:




Na, der weite Rock war dann ganz daneben, Mama doch nicht wie eine Prinzessin, ganz eng...
Gut , das Bustier hab ich vom Schnitt 115-032013 genommen, mit Molino genäht und genau angepasst.
Den Schnitt natürlich immer mitverändert .




Miederstäbe sind an allen Nähten unter aufgesteppte Bänder gezogen, nur bei den beiden Brustnähten nicht.


 Ich hab das Bustier  mit Vliseline H 250 unterlegt, weil ich einen festen Stand wollte und nicht so weich.
Dadurch ergab sich ein Papierartiges Aussehen , so ein bisschen einen Knitterlook, das gefiel mir.

Weil der Rock doch eng sein sollte, fand ich einen superweich fallenden leicht rosastichigen nudefarbigen  schweren Jerseyrest bei mir, den ich unlängst in einem Maßatelier gekauft hatte, bei welchem ich öfter einmal vorbeischaue und die Stoffreste sehr günstig aufkaufe.
Die Länge ging sich genau für einen engen langen Rock ( vom Kleid Burda 125-053013, auch noch enger zugeschnitten ) aus und fiel so schön schwer, das gefiel auch meiner Tochter.
So, jetzt hatten wir eine weiße papierige leicht glänzende Corsage und einen nudefarbenen schwer fallenden engen Rock. Das sah schon ganz nett aus.













Aber ich wollte den Überstoff ja auch noch verwenden. nach allen möglichen Drapierungsversuchen, war klar: den würde sie nicht mehr wollen, und ich auch irgendwie nicht.
Das sah so langweilig aus.






auch nicht quer genommen:


Daraufhin der unausweichliche Gang zum Komolka, mit einer Whatsappkonferenz (sie hatte bei einer Party ihre Tasche liegengelassen und musste sie genau 3 Tage vor dem Ball unbedingt holen fahren da der Schlüssel auch drin war) versuchten wir einen Organza in einer passenden Farbe zu finden.




 Die grobe Auswahl an Polyester Organza
 die Favoriten



Ich hab das Kleid mitgenommen um die Farbe der durchscheinenden Stoffe über dem Unterkleid begutachten zu können.




 schwarz sah auch nicht schlecht aus







links mit doppeltgelegtem   Stoff am Bustier
oder rechts nur eine Lage?











Nude oder Lachs?


 Lachs war dann die Wahl.




 mit und ohne doppelt genommenen Oberteil:




Kaum war ich zu Hause hat uns dann doch die schlichte Variante ohne Überstoff am Besten gefallen,
sie fühlte sich wie Schneewitchen, na dann!






Ein Gürtel als Farbspiel fehlte noch.
Alle Satin- oder Samtbänder die ich hatte haben wir durchprobiert und sind bei dunkelgrünem Samt einig gewesen, der ist es!
Ich hatte ja für den BWbatist einen Zip besorgt in dklbrau, auch den beließ ich jetzt , ich fand das passte alles ganz gut zu dem Schneewitchenlook.
Mit Ballerinas und Jeansjacke war sie fein genug, konnte sich gut bewegen und auch die Nacht tanzen ohne gröbere Zehenverformungen.

Sie hat viele Komplimente bekommen, dass ihr das Kleid so gut stünde. So soll es sein. (natürlich nicht: das Kleid ist toll wo hast du das her? )




Bis zum Nächten Ball!
Heute ist sie siebzehn geworden.





Samstag, 8. Februar 2014

Blumarine Wickelkleid

 

 

Ja das Designerwickelkleid aus der Burda 2011 ist nicht das einzige seiner Art.



Es reihen sich auch


Steffen Schraut
und Strenesse ein.

Diese sind aus der Burda  123A-102011 und 139-062011


ich habe das von Blumarine genommen, aus 062011, es hat einen hübschen Kragen und weite Ärmel.
Da es einen weiten Ausschnitt hat und recht kurz ist habe ich ein Unterkleid aus dem Rest des Stoffes genäht.




 So ist es im Winter mit blickdichten Strümpfen oder im Sommer auch ohne Unterkleid zu tragen.
 Zum Kochen ist es nicht gut geeignet, die weiten Ärmel hängen dann zum Beispiel in der Suppe......
....aber sonst überall zu tragen.




Herzliche Grüße aus dem frühlingshaften Wien







Sonntag, 12. Januar 2014

Kleid mit roter Schärpe: mein erster "Draping" Versuch

 Diese Kleid ist ohne Schnitt entstanden. und das kam so:





 Das Buch " Draping"

habe ich verschlungen und dann gleich losgelegt.
Karolyn geht zwar in ihrem Buch und in der beiliegenden CD schön der Reihe nach vor um üben zu können, dern Anfang macht ein griechischer Chiton, aber das Ende heißt: Vivienne Westwood die Königin der "Draper".



















 Eines  von ihr aus der Tanzeinlage des  Neujahrskonzert  2014 in Wien












Denk ich mir ich kauf Molino, und fang einfach an:



























Na ja, in Stoff sieht das dann so aus:
 noch mit Versuch eines aufgetrennten Pulloverärmel


 der Oberteil ist aus einem Rest meines Berg-Operkleides
die anderen Stoffe sind Reste vom Hosenanzug vor 3 Jahren hier zu sehen


 Das wirkte aber alles nach Kostüm aus dem 19. Jhd, das war doch zu altmodisch.
Dann hab ich mit diesen Vorbildern im Kopf



 von S. Bisovsky
 einer russischen Userin

 und???

einen neuen Stoff gesucht und einen Wollmusseline gefunden un eine kleine Skitze gemacht.
Damit die Proportionen passen und der Akzent.



aus dem Stoffrest meinen abgenommenen Schnitt herausgequetscht und den Blütenstoff zuerst mit einem Saum versehen, da ich die Falten und die Anpassung an die Taille noch mit der Saumlinie abgleichen kann aber nicht umgekehrt.



Damit ich auch in das Kleid hineinkomme, brauche ich einen Zip, nur in der Seitennaht gabs noch Nahtzugabe, also seitlich.
Die Saumabschlüsse an den Ärmeln und am Hals hab ich mit einem Schrägband aus Jersey verstürzt und doppelt abgesteppt.


 Der Bund ist aus einem Rest meiner roten Bikerjacke mit festem Vliseline verstärkt und mit Futter verstürzt.
Die Schnallen hab ich in meinem Fundus entdeckt, sie unterstreichen zwar das trachtige aber warum nicht.
Meine schwarze Spitzenjacke vom Frühling passt auch in diesem Stil dazu, muss aber nicht sein.




 Nun ich glaube ich fange doch bei dem griechischen Chiton an das nächste Mal, das Schnitte entwickeln auf der Puppe ist schwieriger als es auf den ersten Blick aussieht, aber es macht Spass!
LG Bettina



Samstag, 21. Dezember 2013

Rote Bikerjacke aus Walk





Das sollte eine schnelles, einfaches Projekt für den Winter werden.
Nachdem ich im November unruhig war, an welche neue Arbeit ich mich machen sollte , ihr kennt das:  Ständiges Überlegen diese oder eine andere Idee aufgreifen , welchen Stoff verarbeiten? Die Entscheidungshilfe meines Mannes sah so aus : schnell und einfach für den Winter.
Das wollte ich dann auch umsetzen mit meinem roten  Walkstoff. Eine Skizze für den Stoff hatte ich schon gemacht, also warum nicht  gleich diese nehmen?