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Sonntag, 3. Januar 2016

Winterkleid mit Strass


so, jetzt gehts aber dahin, der nächste Stoff muß daran glauben.



Diesmal ein Wolljersey mit etwas Elsathan, der mir genau richtig schien für das Kleid aus der letzten Burda: 110A-122015. Mich reizten die Falten und die Passe in Vorderteil besonders
das schien eine vorteilhafte Shiluette zu machen. Auch die kleinen Fältchen in der Armbeuge und
der einfache Ausschnitt passten gut.


Der Schnitt hat eine leichte Retronote, scheinbar momentan nicht wegzudenken.
Eine Besonderheit merkt man erst beim Nähen, denn der linke vordere Rockteil ist gefüttert.





Das Futter ist wesentlich enger als die Faltenpartie, somit können diese nicht vollständig auseinander fallen. Das hält aber den Rockteil eng und das ist sehr geschickt eingesetzt.
 Sonst ist das Kleid nicht gefüttert , bei meinem Stoff auch nicht notwendig.

Ein ähnlicheer Faltenwurf ist bei dem  Kleid 112-122012  zu sehen, doch die Falten oder die Drapierung fällt nicht so gut oder ist eben etwas flotter.





















Ich habs auch probiert, doch ich habs eine Nummer zu groß genäht, ich war mit Jersey noch nicht vertraut und auch war ein Webstoff dafür vorgesehen. Das gilt es immer auch mitzubedenken.










  Damit es doch nicht zu sehr nach graue Maus aussieht wühlte ich ein bisschen in meiner Zubehörkiste.
Ich erinnerte mich an ein Samthalsband und eine Schnalle aus meinen Erbstücken.
Dieses Samtband war mit kleinen Strasssteinchen bestickt, welche in einer Zweierreihe in einem Metallnetz zusammengehalten werden. Diese Verbindung ist aber schon zum Großteil aufgegangen, nur eine Reihe schien fast intakt.
Um den Halsausschnitt ging sich eine Reihe gerade aus, den Rest der Metalfäden hab ich abgeschnitten.


Und die Strassschnalle ohne Dorn hab ich dann auf dem Hüftbesatz genäht. Damit der goldene Steg nicht stört ist er mit einer Stoffhülse umwickelt.
So hab ich doch ein bisschen Glitzer hineingebracht und alte Teile wieder verwendet.
Die abgesteppten Falten und die eingesetzte Passe sind mit einem Handstich betont.
 Der Schnitt passt gut, nur die Schultern angepasst, die Ärmel verkürzt und den Rücken ebenso.
Das allerdings ist mir erst beim Nähen aufgefallen, denn ich hab einfach gehofft! das wid schon passen, obwohl ich wusste , dass der Rücken sicher zu lang ist.



















 Nun zum Glück nicht so schwierig, denn der Ausschnitt ist sehr eng, und ich  hab ihn dann nach Gefühl verändert. Nur den Zip musste ich einmal aufmachen. Tja, hätt ich mir ersparen können.

 Noch eine kleine Sache:

 Ich habe den Vorderteil auf die Rückseite des Stoffes aufgelegt, und nicht wie in der Anleitung beschrieben aus die "schöne Seite".
Dadurch liegen die Falten nun auf der falschen Seite , dh. sie zeigen nicht zum Herzen.
Ist jetzt nicht weiter schlimm, aber richtig wärs umgekehrt.




Mit meiner Jacke "ROSA" ists super zu kombinieren.

 liebe Grüße
Bettina











Dienstag, 29. Dezember 2015

Wickelkleid, Diane Fürstenberg läßt grüßen


Das war Jenny, meine liebenswürdige Betreuerin, bei Moods Fabics LA, sie musste all die schweren Stoffballen zum Zuschneidetisch schleppen, so ein Figürchen! Aber welch ein Elan!





Nachdem ich dort 3 mal meinen Koffer mit Stoffen aufgefüllt habe, muss ich doch auch mit der Verarbeitung beginnen.
Ich tue das mit einem feinen Wollstrick, der sich , wie ich finde absolut perfekt für ein Wickelkleid eignet, auch weil die Rückseite fast gleich aussieht wie die Vorderseite. Für den Volantteil ist das schon wichtig.




Um eine schöne Passform zu bekommen suchte ich den "Burdaschnitt



123A-102011":Wickelkleid aus. für den Schnitt muß der Stoff recht dünn sein, denn der volantartige Seitenteil soll doch gut fallen und nicht zu sehr auftragen.







 Er ist ohne Elastananteil angegeben, doch der Strickstoff ist eben kein Webstoff und durchaus geeignet.




 Die Schulternähte mit französischen Nähten verstärken und







die Ausschnittkante mit Vliseline unterlegen  












                                                                                   


Eine Naht mit der Overlook wäre gar nicht notwendig gewesen bei diesem Stoff, aber es sieht einfach hübscher aus.


 Wie üblich kleine Veränderungen, Schulter, VL und Abnäher versetzen , aber sonst keine nenneswerten Eingriffe. Der Schnitt mit den Abnähern und den nach oben und unten offenen Falten an Vorder- und Rückenteil eignet sich für jede Figur und jeden dünneren Stoff. Auch nicht uninteressant : der Ausschnitt ist gerade passend, also nicht zu tief , wo man immer noch ein Top darunter anziehen muss.


















Probiert es selbst aus!

Haapy New Year!

Herzliche Grüße Bettina



Dienstag, 8. Dezember 2015

Endlich eine Marlenehose

Dienstreisebedingt litt ich schon unter Nähentzugserscheinungen, nur unterbrochen durch eine Auftragsarbeit. Um in der Toskana in einem Kleinen Häuschen wohnen zu können tauschte ich mit der Anfertigung einer samtenen Bettüberdecke (narürlich gefüttert) was sich in der Affenhitze im Sommer nicht als leichteste Routine herausstellte.
Doch dazwischen, gar nichts!


im November jedoch wars wieder soweit, die Aufwärmübung begann mit einer Marlenehose , welche ich immer schon einmal machen wollte.




Hier seht ihr eine Auswahl an Marlenehosen
davon 3 ausgewählt:










Einige dieser Schnitte kamen in Frage, ich entschied mich für den neuesten, in diesem Fall den ersten von 105-102015 weil die breite Falte mit verlaufender Bügelfalte mir am interessantesten schien.
Nähtechnisch keine Probleme, der Stoff ist von einer Auflösung einer Herrenschneiderei, wunderbare Wolle. ich sag nur bügeln, bügeln , bügeln.




 Größe 40 war mir doch ein bissl zu groß, ich wollt sie auf keinen Fall zu klein haben.
Ich  habs zwar kleiner gemacht, das nächste Mal nehm ich doch 38.
So eine strapazfähige Wolle ist Goldes Wert, diese Hose war für die langen Flüge einfach unschlagbar, keine Jeans kann da mithalten.
Sicher werd ich noch eine ähnliche nähen.
Herzlichst Bettina

Weiter gehts mit meinen Stoffen von Moods Fabrics aus Los Angeles.........


Samstag, 27. Juni 2015

Jumpsuit, 3 Versuche einzusteigen







 Ich wollte schon lange einen Jumpsuit nähen, mir gefallen eigentlich die strengen Schnitte .
Wie ein Hosenanzug mit Kragen und Knopfleiste, ich konnte mich nicht entscheiden.
Doch dann hatte ich diesen Jersey plötzlich zu Hause und dachte: warum nicht einfach probieren?
Ich nehme zwei Schnitte, welche ich schon einmal verwendet habe und baue einen Overall zusammen.
Doch der Hund liegt bekanntlich im Detail.
Zuerst nähte ich das Oberteil, so wie dieses : hochgeschlossene Bluse
Dann die Hose wie diese: Palazzohose
Das Shirt nur an der Seite offen und die Hose ebenso, ich wollte einen seitlichen Zip machen.
Und dann ?
Kam ich nicht hinein!
Die Verrenkungen kann man sich ausmalen, aber es ging nicht.

Gut dann trennte ich die geheftete Taillenlinie wieder auf und dache : mach ich eben in der Rückennaht den Zip. Da aber der Ausschnitt schon fertig war-- wieder falsch gedacht,
könnte ich ihn ja erst 10 cm unterhalb des Rückenausschnittes beginnen lassen.
Nun das war noch lustiger ...

Schlussendlich doch den gesamten Rücken im Oberteil aufschneiden und ganz klassisch einen langen Zip bis in den Hosenteil einnähen.












Aber , weil der Stoff beim Zuschneiden gerade reichte und das Vorderteil etwas mehr Zugabe an der Taille erhielt, beschloss ich diesen Rollsaum  vorne zu belassen.




Die Taillennaht  ist im Rücken geschlossen, im Vorderteil offen!
So musste ich eine Passe nähen damit
 erstens die Hose gut auf der Hüfte sitzt und
zweitens eben auch einen Bund vorne hat.












Na, kaum zu glauben, ich kann den Jumpsuit jetzt auch anziehen!
Bis zum nächsten Mal
Bettina